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Manx Loaghtan

Die Schafe

Manx Loaghtan (ausgesprochen „Mänx Lochtan“) ist eine bedrohte Schafrasse, die ursprünglich von der Isle of Man in der Irischen See kommt und Anfang der 1970er Jahre fast ausgestorben war. Mittlerweile gibt es wieder ca. 1500 Muttertiere, trotzdem ist die Rasse noch immer stark gefährdet. Sie wird heute nur noch sehr selten gezüchtet, da sie den kommerziellen Anforderungen nicht entspricht, die ein schnelleres Wachstum der Lämmer und weiße Wolle vorschreiben.

Der Name ist gälisch und bedeutet sinngemäß „braunes Schaf von der Isle of Man“. Die Wolle der Manx variiert von Karamell, wenn von der englischen Sonne gebleicht, bis zu Schokoladenbraun, wenn frisch geschoren. Sowohl die männlichen wie auch die weiblichen Tiere haben Hörner. Die Männchen können jedoch 4 und in seltenen Fällen sogar 6 Hörner besitzen.

Die Manx zählen wie die Hebridean zu den primitiven Schafrassen, die sich ohne kommerzielle Schafzucht über Jahrhunderte an ihre Landschaft angepasst haben.

Unsere Jahrgangswolle – eine Rarität

Wir verfeinern die bräunliche Manx Loaghtan Wolle mit unserer besonders weichen, weißen Merinowolle und stellen daraus das luxuriöse Melange-Garn Manx Merino Fine her. Es ist aus vielerlei Gründen etwas ganz Besonderes:

  • Da die Schafrasse sehr selten ist und es in ganz Großbritannien nach unserem Wissen nicht mehr als 2 Höfe gibt, die Manx Loaghtan nach kontrolliert biologischer Tierhaltung züchten, gibt es auch das kostbare Melange-Garn nur in geringer Menge. Ist es vergriffen, muss bis zur nächsten Schafschur gewartet werden, die nur einmal im Jahr stattfindet.
    Das hat uns auf die Idee gebracht, eine Jahrgangswolle zu machen und dabei das Terroir, wo die Schafe gezüchtet werden, und das Jahr anzugeben – wie bei einem besonderen Wein. Wie bei einem guten Wein kann auch die Wolle von Jahr zu Jahr ein wenig in Aussehen und Qualität variieren, je nach Witterung (mit Sonneneinstrahlung, Temperatur, Niederschlag) und Bodenverhältnissen, dem Terroir.
  • Das Garn weist durch die natürliche Farbe der Schafe dezente Hell-Dunkel-Reflexe auf und ist ungefärbt und in vielen Färbungen erhältlich. Es ist ein Fingering-Garn mit 200m/50g, das sich besonders gut für Fair Isle, Tücher, Accessoires und edle Oberteile eignet. Durch den hohen Anteil an weichster Merinowolle trägt es sich angenehm auf der Haut.
  • Die komplette Verarbeitung erfolgt, wie bei allen unseren Garnen, in England nach strengen GOTS-Richtlinien, ohne gefährliche Chemikalien, mit strengen Rückstandskontrollen und unter geprüft fairen Arbeitsbedingungen.
  • Einen Teil der Erlöse spenden wir an den Rare Breeds Survival Trust, der sich für gefährdete Schafrassen in Großbritannien einsetzt. Bisher waren das schon über 13.000€. Wir hoffen dadurch zur Unterstützung und weiteren Verbreitung dieser einzigartigen vierbeinigen Überlebenskünstler beitragen zu können.

Artenschutz

Großbritannien hat eine lange Tradition der Schafhaltung und mit fast 60 Schafrassen eine faszinierende Vielfalt. Knapp die Hälfte dieser Rassen ist aber laut dem Rare Breeds Survival Trust (RBST) vom Aussterben bedroht. Der RBST setzt sich für die Erhaltung bedrohter Nutztierrassen und besonders auch von Schafen in Großbritannien ein. Er gibt auch eine Liste bedrohter Arten heraus.

In Deutschland gibt es eine Organisation mit demselben Anliegen, die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH). Sie initiierte unter anderem das Arche-Projekt mit über 90 Betrieben bundesweit, betreibt ein Patenschaftsprojekt und unterstützt mit Regionalgruppen die Arbeit vor Ort.

Rosy Green Wool unterstützt den RBST durch eine Spende der Manx-Garnverkäufe und die GEH durch eine Schafpatenschaft.

Die Schaffarm Langley Chase

Die Manx Loaghtan Rohwolle, die wir derzeit für unsere Jahrgangswolle verwenden, stammt aus kontrolliert biologischer Tierhaltung vom Gut Langley Chase im englischen Wiltshire.

Jane Kallaway schreibt auf ihrer Webseite über die Geschichte ihrer Farm:

Ich startete die Herde mit Hilfe meiner Familie nach der BSE-Krise und meiner Sorge darüber, was meine Familie aß, woher es kam und wie es aufgezogen wurde. Ich wollte auch helfen, eine seltene Rasse zu retten und Lebensmittel biologisch herzustellen. Ich hatte mich schon immer für die Schafhaltung interessiert, und bevor ich anfing, habe ich seltene Rassen untersucht, insbesondere solche, die als "gefährdet" bezeichnet werden und Unterstützung benötigen. Neben der Wahl der richtigen Rasse war es mir auch sehr wichtig, biologisch zu wirtschaften. Sobald ich die Herde gestartet habe, haben wir unser gesamtes Land auf biologische Produktion umgestellt und sind der Soil Association beigetreten, da sie die höchsten ökologischen Standards in Großbritannien hat.

Wir haben Jane Kallaway 2016 auf Langley Chase besucht und konnten uns selbst ein Bild von großen Wiesen machen, auf denen die Herde grasen kann.

Die Schaffarm Fowlescombe

Die vorherigen Jahrgänge haben wir vom Gut Fowlescombe im englischen Devon bezogen. Das in der Nähe von Dartmoor gelegene Landgut hat eine Geschichte, die bis ins Jahr 1537 zurückführt. Es wird seit vielen Jahren mit Hingabe von Barbara Barker geführt, zusammen mit ihrem Mann Richard bis zu dessen zu frühen Tod. Ihr Hof ist nach ökologischen Kriterien durch die Soil Association zertifiziert und sie setzen sich weit über den Erhalt bedrohter Arten hinausgehend für Tiere und Umwelt ein, unter anderem als Mitglieder des Komitees der Devon Support Group des RBST. Auf Fowlescombe kann man auch in schöner Umgebung Ferien machen - 2009/2010 hat die Farm den Beautiful Farm Award für West- und Südwest-Großbritannien gewonnen.

Wir haben Fowlescombe das erste Mal im Juni 2014 zur Schafschur besucht, um Barbara, Richard und ihre außergewöhnlichen Schafe kennenzulernen. Die Tiere weiden dort mit viel Auslauf auf verschiedenen Hügeln und Apfelwiesen – das Anwesen erstreckt sich über sagenhafte 191 Hektar Land.

In unserem Video erzählt Richard über die Fowlescombe Schafherde.

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Langley Chase: Jane Kallaway (links) und ihre Manx Loaghtans mit Rosy
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Fowlescombe: Barbara und Richard Barker
Video Video: Die Fowlescombe Schafherde