Über uns

Rosy Green Wool produziert feinste Bio-Garne aus Merinowolle und aus Wolle seltener Schafrassen zum Stricken und Häkeln.

Warum unsere Wolle besonders ist:

  • 100% Bio, zertifiziert durch GOTS – unabhängig und streng kontrolliert
  • feinste patagonische Merinowolle, superweich, maschinenwaschbar und garantiert nicht kratzig – so lieben auch Kinder Wolle
  • Raritätengarne von seltenen Schafen, die einen Beitrag zum Artenschutz leisten und bis zur Herde zurückverfolgbar sind

Bio ist keine Sache des Vertrauens

Wir behaupten nicht einfach "Bio" zu sein – die Herstellung aller unserer Garne ist komplett zertifiziert und wird regelmäßig unabhängig überprüft.

Vom Tier zum Garn – mit einem der strengsten Verfahren weltweit: dem Global Organic Textile Standard (GOTS).

Hier erfahren Sie mehr über GOTS ...

Bio geht auch anders

  • Da der Begriff "Bio" nicht geschützt ist, wird er häufig auch dann verwendet, wenn nur ein winziger Teil der Produktionskette tatsächlich Bio-Kriterien erfüllt. Für den Käufer ist nicht nachprüfbar, welche Bio-Kriterien überhaupt bei der Herstellung eingehalten wurden. GOTS umfasst hingegen jeden einzelnen Schritt in der Produktionskette, vom Schaf bis zum fertigen Garn, nach offen einsehbaren Kriterien.
  • Bio-Garne anderer Schafrassen fühlen sich oft kratzig an. Das liegt daran, dass die meisten Menschen Wolle, die 22 Mikrometer oder gröber ist, als eher rau empfinden. Unsere Merinowolle aus Patagonien liegt mit 19,5 Mikrometer deutlich unter dieser Grenze und fühlt sich deshalb besonders weich an.
  • Die meisten Bio-Garne sind nur ungefärbt erhältlich, also in weiß, braun oder grau. Das hat den Grund, dass bei Nicht-Bio-Färbung und häufig sogar beim Färben mit Pflanzenfarben Schwermetalle und umweltgiftige Stoffe eingesetzt werden, die die Bio-Eigenschaft des Garns wieder zunichte machen würden. Unsere Wolle wird nach GOTS-Kriterien ohne giftige Substanzen gefärbt und ist in vielen schönen Farben erhältlich, die weder Ihre Gesundheit noch die Umwelt belasten.

Rosy sucht schöne Garne, bringt Unschönes an den Tag und hat eine Idee

Die Idee, unser eigenes Garn herzustellen entstand, als ich 2011 versuchte, eine weiche Bio-Schafwolle in schönen Farben zu finden. Da Bio-Lebensmittel für Patrick und mich schon lange zum Alltag gehören und ich viel und gerne stricke, war es naheliegend zu hinterfragen, wie es eigentlich um das Thema Bio im Bereich Handstrickgarne bestellt ist. Vor allem wollte ich wissen, wie es den Schafen geht.

Dabei bin ich auf viele interessante, aber auch erschreckende Fakten gestoßen, vom qualvollen Mulesing, das Merinoschafe erleiden müssen, bis zu riesigen Mengen an Chemikalien und Pestiziden, die üblicherweise für die Herstellung von Garnen verwendet werden. Nur leider konnte ich nirgends eine Bio-Schafwolle finden, die mir nachweislich garantiert, dass solche Dinge nicht in die Produktion eingeflossen sind. Und die auch noch schön weich ist und nicht nur ungefärbt erhältlich. Aber nach all dem, was ich rausgefunden hatte noch mit einem guten Gefühl mit solchen Garnen weiter zu stricken war für mich schlicht unmöglich. Die einzige Lösung: ein solches Garn selbst herzustellen.

Patrick und ich recherchierten weiter und stellten fest, dass im Bio-Textilbereich die weitreichendste internationale Transparenz und Garantie der Global Organic Textile Standard (GOTS) bietet. Aber es war nicht einfach zu durchschauen, wie wir denn nun Garn gemäß den GOTS-Richtlinien selbst herstellen lassen konnten. Der wichtigste Schritt war erst einmal, einen Lieferanten für superweiche Bio-Merinowolle zu finden. Das war nicht leicht, da diese Wolle meist nur in Form von 20 oder mehr Tonnen von Südamerika, Neuseeland oder Australien verschifft wird. Auch die weiteren Schritte würden aufwendig werden und es wurde schnell klar, dass ich das nicht alles alleine schaffen konnte. So gründeten Patrick und ich zusammen Rosy Green Wool.

Gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach einer Spinnerei und einer Färberei. Beide sollten GOTS-zertifiziert sein und mit kleineren Mengen arbeiten. Ein fast unmögliches Unterfangen. Gefunden haben wir sie schließlich in England, das auf eine lange Tradition in den Bereichen Spinnen, Färben und Weben zurückblickt. Uns gefiel die Idee, mit kleinen Betrieben zusammenzuarbeiten. Wo vieles noch von Hand gemacht wird und langjährige Erfahrung mit der Liebe zu Natur, Schafen und Wolle zusammenkommt. Dabei ist es uns wichtig, eng mit den Produzenten vor Ort die besondere Qualität unseres Garns zu erarbeiten. Wir wollten mehr bieten als einfach nur gut klingende Worte. Deshalb beschlossen wir, uns auch selbst als Unternehmen GOTS-zertifizieren lassen.

Inzwischen verarbeiten wir auch Wolle seltener und vom Aussterben bedrohter Schafrassen. Mit einem Teil der Einnahmen unterstützen wir den Rare Breeds Survival Trust, der sich für den Erhalt bedrohter Schafarten in Großbritannien einsetzt.

Die ausführliche Geschichte, wie Rosy Green Wool entstand und was wir auf dem Weg zum eigenen Garn erlebt haben, ist nachlesbar unter blog.rosygreenwool.de.

Rosy Stegmann

Meine Großeltern gründeten in den 1950er Jahren eine kleine Spinnerei in Süddeutschland, die später meine Eltern weitergeführt haben. Als Kind bin ich sozusagen mit dem Geruch von Schafwolle aufgewachsen und natürlich wurde in meiner Familie auch viel gestrickt und gehäkelt.

Meine Großmutter, die in der Spinnerei unter anderem für den Entwurf der Muster zuständig war, hat mir als junges Mädchen dann die Begeisterung fürs Stricken vermitteln können. Von da an habe ich die meisten meiner Pullis selbst gestrickt und auch schon früh angefangen, Modelle und Farbkombinationen für mich selbst zu entwerfen.

Mein beruflicher Werdegang hat mich zunächst in die IT-Branche geführt. Ich habe in Tübingen und Edinburgh, Schottland (dem Land der Blackface und Hebridean Schafe), Computerlinguistik studiert. Nach meinem Studium arbeitete ich als Computerlinguistin in verschiedenen Unternehmen und schloss eine Promotion in Informatik an der Technischen Universität München ab. Später habe ich mich als Web-Entwicklerin selbstständig gemacht, was mir mehr Freiraum ließ, bei Projekten im Kunst- und Kreativbereich in München mitzuarbeiten.

2009 lebten Patrick und ich einige Monate in Argentinien und waren auch zuvor schon gemeinsam durch Patagonien gereist, wo wir die großen Weideflächen der Merinoschafe in traumhaft schönen Landschaften beeindruckend fanden. Damals ahnte ich noch nicht, dass wir bald noch mehr mit Merinos zu tun haben würden.

Ab 2012 organisierten Linn Quante und ich zwei Jahre lang die Veranstaltungsreihe Knit Nite Unplugged in München. Im März 2012 gründeten Patrick und ich die Rosy Green Wool GbR, die ich seit August 2013 hauptberuflich führe.

Die Begeisterung für Wolle, Schafe und Stricken hat mich immer begleitet und hat sich mit der Entscheidung, mein eigenes Garn herzustellen, noch stärker ihren Weg gebahnt.

Patrick Gruban

Rosy und ich haben uns 1998 bei einem Seminar über Medienkunst kennengelernt, das ich an der Kunstakademie München hielt. Seitdem sind wir ein Paar, seit 2014 auch mit Trauschein. Ich arbeite seit den 90ern im Bereich Internet-Software, anfänglich mit einem eigenen Startup, später selbständig und zuletzt in einem kleinen Unternehmen im Internetbanking. Seit Ende 2016 ist Rosy Green Wool auch für mich der Hauptberuf.

Neben dem Beruf habe ich immer wieder an Projekten im Bereich Kunst und Subkultur mitgearbeitet, seit 2009 moderiere ich die Nerd Nite München.

Bei Rosy Green Wool sind meine Schwerpunkte Koordination von Produktion und Versand, Kundenservice, Programmierung, Finanzen, GOTS-Zertifizierung und Fotografie.

Video Kurzes Video über uns
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So fing alles an: mit weicher Merinowolle
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Küste in Cornwall in der Nähe unserer Spinnerei (Foto: Sue Blacker)
Sue
Spinnereibesitzerin Sue mit Schaf Harry aus ihrer eigenen Herde (Fo...
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Unsere Wolle wird gesponnen
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Das Garn wird aus mehreren Einzelfäden zusammengedreht
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Blick auf die Hallen der Färberei in Nordengland
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Unser Garn wird gefärbt und zum Trocknen aufgehängt: (von links) Fä...
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Die ersten fertigen Stränge
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Die Spinnerei von Rosys Grosseltern in den 1950ern
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Glücklich auf dem Fowlescombe Gut: Rosy mit Manx Lamm
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Freudiges Stricken mit dem eigenen Garn
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Besuch bei Sues Herde: Harry genießt es gekrault zu werden
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Rosy und Patrick auf dem Wollmarkt Vaterstetten
Ueber uns patrick
Patrick mit Schafen
Patrick
Patrick mit Lieblingstuch